Angebotssoftware26. Mai 20269 min Lesezeit

Angebote schreiben software kostenlos: So wählst du die richtige Lösung

Kostenlose Angebotssoftware für Selbstständige: Freemium vs. Testversion, Funktionen im Basis-Tarif und worauf du vor der Wahl achten solltest.

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Angebote schreiben Software kostenlos: So wählst du die richtige Lösung für dein Unternehmen

Kostenlose Angebotssoftware ermöglicht es Selbstständigen und kleinen Unternehmen, professionelle Angebote mit Pflichtangaben, Positionen und PDF-Export zu erstellen – ohne Excel oder Word. Entscheidend ist, welche Funktionen im kostenlosen Tarif tatsächlich enthalten sind und wo Einschränkungen bei Dokumentenanzahl, Nutzern oder Integrationen greifen.

Direkte Antwort: Bevor du dich für eine Angebotssoftware entscheidest, prüfe drei Punkte direkt auf der Anbieterseite: (1) Handelt es sich um ein dauerhaftes Freemium-Modell oder eine zeitlich begrenzte Testversion? (2) Welche konkreten Limits gelten – Dokumentenanzahl, Nutzer, Wasserzeichen? (3) Sind die Kernfunktionen PDF-Export, Positionslisten und Kundenverwaltung im Basis-Tarif enthalten? Tarife und Bedingungen ändern sich regelmäßig – der direkte Blick auf die aktuelle Preisseite ist unverzichtbar.

Pflichtangaben im Angebot: Was jede Software abdecken sollte

Grundlegende Inhalte eines professionellen Angebots

Ein Angebot kann je nach Formulierung rechtliche Bindungswirkung entfalten. Die §§ 145–150 BGB regeln die Grundlagen von Vertragsangeboten – für die Einordnung im Einzelfall empfiehlt sich anwaltliche Beratung. Unabhängig von der rechtlichen Einordnung sollte jede Angebotssoftware sicherstellen, dass folgende Inhalte strukturiert erfasst werden können:

  • Vollständiger Name und Anschrift des Anbieters
  • Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers
  • Angebotsdatum und eindeutige Angebotsnummer
  • Detaillierte Leistungsbeschreibung mit Menge, Einheit und Einzelpreis
  • Nettobetrag, Umsatzsteuer und Bruttobetrag (oder Hinweis auf Steuerbefreiung)
  • Gültigkeitsdauer des Angebots
  • Zahlungs- und Lieferbedingungen

Die IHK München und die IHK Berlin stellen Merkblätter zu Vertragsrecht und Angebotsgestaltung bereit, die als Orientierung für die Praxis dienen.

Besonderheiten für Kleinunternehmer

Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG anwendet, weist keine Umsatzsteuer aus. Stattdessen gehört ein entsprechender Hinweis auf das Angebot – zum Beispiel: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Eine gute Angebotssoftware bietet diese Option als Einstellung an, damit der Hinweis automatisch auf jedem Dokument erscheint.

Gültigkeitsdauer: Warum sie wichtig ist

Eine explizite Gültigkeitsdauer schafft Klarheit für beide Seiten: Der Anbieter weiß, wie lange er an seine Konditionen gebunden sein möchte; der Kunde weiß, bis wann er sich entscheiden kann. Fehlt eine konkrete Angabe, können Unsicherheiten entstehen. Trage die Gültigkeitsdauer deshalb explizit ein. Gute Software füllt dieses Feld standardmäßig vor – zum Beispiel mit 30 Tagen – und lässt es individuell anpassen.

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Die wichtigsten Funktionen im direkten Überblick

Muss-Funktionen für Selbstständige

Nicht jede Funktion, die ein Anbieter bewirbt, ist im Alltag relevant. Diese Kernfunktionen sollte jede Angebotssoftware – unabhängig vom Tarif – abdecken:

FunktionWarum sie wichtig ist
AngebotsvorlagenSpart Zeit, sorgt für einheitliches Layout
PositionslistenStrukturierte Erfassung von Leistungen, Mengen und Preisen
PDF-ExportProfessionelles Versandformat, das beim Empfänger korrekt dargestellt wird
KundenverwaltungKundendaten einmal anlegen, in jedem Dokument wiederverwenden
AngebotsnummerAutomatische Vergabe verhindert Lücken und Doppelungen
SteuereinstellungenUSt-Ausweis oder Kleinunternehmer-Hinweis konfigurierbar

Nice-to-have: Automatisierung und Integrationen

Wer regelmäßig viele Angebote schreibt, profitiert von zusätzlichen Funktionen:

  • E-Mail-Versand direkt aus der Software – kein manuelles Anhängen der PDF
  • Angebotsstatusübersicht – offen, angenommen, abgelehnt auf einen Blick
  • Erinnerungsfunktion – automatische Nachfass-Erinnerung bei offenen Angeboten
  • DATEV-Export – relevant, wenn ein Steuerberater die Buchhaltung übernimmt

Angebot direkt in Rechnung umwandeln – warum das Zeit spart

Die Funktion „Angebot in Rechnung umwandeln" ist einer der größten praktischen Vorteile gegenüber Word oder Excel. Ein akzeptiertes Angebot wird per Klick zur Rechnung – alle Positionen, Preise und Kundendaten werden übernommen, nur die Dokumentennummer und das Datum werden angepasst. Manuelle Übertragungsfehler entfallen. Wer monatlich mehrere Angebote schreibt und anschließend in Rechnung stellt, spart damit messbar Zeit pro Vorgang.

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Checkliste: So bewertest du eine Angebotssoftware vor dem Einsatz

Gehe diese 12 Punkte durch, bevor du Zeit in ein Tool investierst:

Pflichtfunktionen und Dokumentenlimits

  • [ ] 1. PDF-Export vorhanden? Prüfe auf der Anbieterseite, ob der Export im gewählten Tarif enthalten ist.
  • [ ] 2. Positionslisten mit Menge, Einheit und Preis? Einfache Textfelder reichen für professionelle Angebote nicht aus.
  • [ ] 3. Kundenverwaltung integriert? Kundendaten sollten einmal angelegt und in jedem Dokument wiederverwendet werden können.
  • [ ] 4. Dokumentenlimit bekannt? Notiere, wie viele Angebote pro Monat oder insgesamt erlaubt sind – diese Information findest du auf der Preisseite des Anbieters.
  • [ ] 5. Wasserzeichen auf dem PDF? Teste dies mit einem Beispieldokument, bevor du das Tool produktiv einsetzt.
  • [ ] 6. Pflichtangaben abgedeckt? Prüfe, ob Felder für Angebotsnummer, Datum, Gültigkeitsdauer, Leistungsbeschreibung und Steuerangaben vorhanden sind.

Datenschutz und Serverstandort

  • [ ] 7. Serverstandort dokumentiert? Prüfe in der Datenschutzerklärung des Anbieters, wo Kundendaten gespeichert werden. Bei Servern außerhalb des EWR können zusätzliche Prüfungen erforderlich sein – kläre dies bei Bedarf mit einem Datenschutzberater.
  • [ ] 8. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) verfügbar? Für die Verarbeitung von Kundendaten durch einen Drittanbieter kann ein AVV erforderlich sein – prüfe die Verfügbarkeit auf der Anbieterseite und kläre die Notwendigkeit mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Rechtsberater.
  • [ ] 9. Angebot-zu-Rechnung-Konvertierung vorhanden? Diese Funktion verhindert Übertragungsfehler und ist ein Qualitätsmerkmal für den Gesamtworkflow.

Skalierbarkeit und Support

  • [ ] 10. Upgrade-Pfad dokumentiert? Prüfe auf der Preisseite des Anbieters, welche Funktionen in höheren Tarifen hinzukommen.
  • [ ] 11. Mobile Nutzung oder App verfügbar? Relevant, wenn du Angebote unterwegs erstellen oder einsehen möchtest.
  • [ ] 12. Kundensupport im gewählten Tarif? Prüfe, ob im Basis-Plan nur ein FAQ oder auch ein direkter Support-Kanal (Chat, E-Mail) verfügbar ist.

Empfehlung: Nutze diese Checkliste während einer Testphase – nicht danach. Erstelle ein echtes Beispielangebot, exportiere es als PDF und prüfe alle 12 Punkte am konkreten Dokument.

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Schritt für Schritt: Wie du mit einer Software ein professionelles Angebot erstellst

Schritt 1: Kundendaten und Projektinformationen anlegen

Lege den Kunden einmalig in der Kundenverwaltung an: Name, Anschrift, Kontaktdaten. Bei einem Tool wie MeinGewerbe werden diese Daten beim nächsten Angebot automatisch vorgeschlagen – kein erneutes Eintippen. Ergänze Projektbezeichnung und das Angebotsdatum. Die Angebotsnummer vergibt die Software automatisch in fortlaufender Reihenfolge.

Schritt 2: Positionen, Leistungen und Preise eintragen

Füge jede Leistung als eigene Position ein: Bezeichnung, Menge, Einheit (Stunden, Stück, Pauschal) und Einzelpreis. Die Software berechnet Zwischensummen, Rabatte und den Gesamtbetrag automatisch. Trage hier auch die Gültigkeitsdauer ein – zum Beispiel „Angebot gültig bis [Datum]" oder „30 Tage ab Angebotsdatum".

Schritt 3: Angebot anpassen, prüfen und als PDF versenden

Wähle eine Angebotsvorlage, die zu deinem Corporate Design passt, oder passe Farben und Logo in den Einstellungen an. Prüfe vor dem Versand:

  • Sind alle Pflichtangaben vollständig?
  • Stimmt die Steuereinstellung (USt. oder Kleinunternehmer-Hinweis)?
  • Ist die Gültigkeitsdauer eingetragen?

Exportiere das Angebot als PDF und versende es direkt aus der Software per E-Mail – oder lade die Datei herunter und verschicke sie manuell.

Schritt 4: Status verfolgen und Angebot in Rechnung umwandeln

Sobald der Kunde zusagt, ändere den Status des Angebots auf „angenommen". Mit einem Klick auf „In Rechnung umwandeln" übernimmt die Software alle Positionen und Kundendaten – du vergibst nur noch eine Rechnungsnummer und prüfst das Zahlungsziel. Dieser Schritt eliminiert die häufigste Fehlerquelle beim manuellen Übertragen von Angeboten in Word- oder Excel-Rechnungen.

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Häufige Fehler beim Angebote schreiben – und wie Software sie verhindert

Fehlende Angaben und ihre Folgen

Ein häufiges Problem bei manuell erstellten Angeboten: unvollständige Angaben. Kein Datum, keine Angebotsnummer, keine Gültigkeitsdauer – und der Kunde fragt nach Wochen nach, ob das Angebot noch gilt. Eine gute Software macht diese Felder zur Pflicht oder füllt sie automatisch vor. Das Angebot kann nicht ohne vollständige Grunddaten exportiert werden.

Unklare Preisangaben und Positionen

Pauschale Formulierungen ohne Leistungsaufschlüsselung führen zu Rückfragen und Nachverhandlungen. Beispiel: „Website-Erstellung: 2.000 €" (fiktiver Beispielwert) sagt dem Kunden nicht, was genau enthalten ist. Positionslisten zwingen zur Strukturierung: Was genau wird geliefert, in welcher Menge, zu welchem Einzelpreis? Das schützt beide Seiten und beschleunigt die Entscheidung beim Kunden.

Kein Nachverfolgungssystem: Angebote, die im Nichts verschwinden

Wer Angebote in Word schreibt und per E-Mail versendet, hat keine zentrale Übersicht: Welche Angebote sind offen? Welche wurden angenommen, welche abgelehnt? (Software zum Angebote erstellen im Überblick) Ohne Statusverfolgung gehen Nachfassgespräche unter. Eine Angebotssoftware mit Statusübersicht – offen, angenommen, abgelehnt, abgelaufen – macht diesen Prozess sichtbar und steuerbar.

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FAQ

Wie schreibe ich am besten ein Angebot? Lege Kundendaten einmalig an, erfasse jede Leistung als eigene Position mit Menge und Einzelpreis, trage Datum und Gültigkeitsdauer ein und exportiere das Dokument als PDF. Eine Angebotssoftware führt dich durch diesen Prozess und stellt sicher, dass Angaben wie Angebotsnummer, Steuerausweis und Anschriften vollständig sind. Für verbindliche rechtliche Fragen zur Angebotsgestaltung empfiehlt sich die Beratung durch einen Rechtsanwalt oder die IHK.

Welche Funktionen sollte eine Angebotssoftware mindestens haben? PDF-Export, Positionslisten mit Menge und Preis, Kundenverwaltung, automatische Angebotsnummer und konfigurierbare Steuereinstellungen (USt. oder Kleinunternehmer-Hinweis). Prüfe außerdem, ob das Angebot direkt in eine Rechnung umgewandelt werden kann – das spart bei jedem Auftrag Zeit und verhindert Übertragungsfehler.

Was ist der Unterschied zwischen einer Angebotsvorlage und einem Angebotsgenerator? Eine Angebotsvorlage ist ein vorgefertigtes Dokument (Word, PDF oder in der Software), das manuell ausgefüllt wird. Ein Angebotsgenerator führt den Nutzer durch einen strukturierten Erstellungsprozess: Kundendaten, Positionen, Preise und Einstellungen werden in Schritten erfasst, das fertige Dokument wird automatisch generiert. Der Generator reduziert Fehler, die beim manuellen Ausfüllen einer Vorlage entstehen.

Welche 2 Arten von Angeboten gibt es? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen unverbindlichen Angeboten (Preisauskunft, Kostenvoranschlag ohne Bindungswirkung) und verbindlichen Angeboten, die den Anbieter für die Dauer der Gültigkeitsfrist binden können. Die genaue rechtliche Einordnung hängt von der Formulierung und den Umständen ab – siehe §§ 145–150 BGB. Für rechtliche Einordnung im Einzelfall empfiehlt sich anwaltliche Beratung.

Wann lohnt sich der Wechsel von Word oder Excel auf eine Angebotssoftware? Sobald du mehr als 3–4 Angebote pro Monat schreibst, Angebote regelmäßig in Rechnungen umwandelst oder den Überblick über offene und angenommene Angebote verlierst. Word und Excel bieten keine Statusverfolgung, keine automatische Nummerierung und keine direkte Konvertierung. Der Wechsel lohnt sich auch dann, wenn Kunden professionellere Dokumente mit einheitlichem Layout erwarten.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich am besten ein Angebot?

Ein professionelles Angebot enthält mindestens: Absender- und Empfängerdaten, eine eindeutige Angebotsnummer, das Datum, eine detaillierte Leistungsbeschreibung mit Einzelpreisen, die Gesamtsumme, Mehrwertsteuerangaben sowie eine Gültigkeitsdauer. Mit einer Angebotssoftware werden diese Pflichtfelder automatisch abgedeckt, sodass du dich auf den Inhalt konzentrieren kannst.

Welche Funktionen sollte eine kostenlose Angebotssoftware mindestens haben?

Mindestens sollte sie PDF-Export, Positionslisten, Kundenverwaltung und eine Vorlagenfunktion bieten. Wichtig ist auch, ob du Angebote direkt in Rechnungen umwandeln kannst – das spart erheblich Zeit. Prüfe außerdem, ob im kostenlosen Tarif ein Dokumentenlimit oder ein Wasserzeichen gilt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Angebotsvorlage und einem Angebotsgenerator?

Eine Angebotsvorlage ist ein statisches Dokument (z. B. Word oder PDF), das du manuell ausfüllst. Ein Angebotsgenerator ist ein webbasiertes Tool, das Kundendaten, Positionen und Preise automatisch zusammenführt, Berechnungen übernimmt und das fertige Dokument als PDF ausgibt – ohne manuelle Formatierung.

Welche 2 Arten von Angeboten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem freibleibenden Angebot (unverbindlich, der Anbieter kann es jederzeit widerrufen) und einem verbindlichen Angebot (der Anbieter ist für eine bestimmte Frist daran gebunden). Für Selbstständige ist es wichtig, die Gültigkeitsdauer klar im Angebot zu benennen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wann lohnt sich der Wechsel von Word oder Excel auf eine Angebotssoftware?

Sobald du regelmäßig Angebote schreibst, mehrere Kunden verwaltest oder Angebote in Rechnungen umwandeln musst, wird eine dedizierte Software effizienter. Manuelle Vorlagen in Word oder Excel sind fehleranfällig, bieten keine Statusverfolgung und lassen sich nicht mit der Buchhaltung verknüpfen.

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